Zur Messe "Jagen Fischen Reiten" beteiligte ich mich an einem Rätsel über Fische. Eine Woche später erhielt ich einen Anruf, dass ich eine Reise gewonnen hätte. Ich konnte es erst nicht richtig glauben, aber nach der E-Mail, die ich erhielt, stellte ich fest, dass es keine Werbung war und ich wirklich gewonnen hat –„eine Woche Norwegen“.
Nachdem alle Dinge geklärt waren, einigte ich mich mit meinen 2 Begleitern, Mario und Lutz auf einen Termin im Herbst.
So starteten wir am 25.September 16.00 Uhr mit reichlich Proviant und Angelgerät. Für die Anreise wählten wir die Fähre Sassnitz – Trelleborg und eine Route durch Schweden. Da wir herrliches Sonnenwetter hatten, konnten wir uns an der schönen Natur gar nicht satt sehen und so machten wir einige Pausen an schönen Seen, wo wir dann auch Pilze ohne Ende gefunden haben einer schöner als der andere. Der Platz im Auto war allerdings begrenzt und wir haben uns in der Pilzmenge eingeschränkt.
Wir hatten zuerst eine Übernachtung in Schweden geplant, aber nach einem Telefonat mit unserem Vermieter war klar, der Bungalow stand frei und war für uns offen. So entschieden wir uns, bis ans Ziel zu fahren.
Die letzen Kilometer in Norwegen mussten wir dann bei schlechtem Wetter zurücklegen und so kamen wir nach 2350km in Kvitneset an. Auch den nächsten Tag hielt das schlechte Wetter mit starkem Wind an, und so erkundeten wir am 1.Tag die Umgebung.
Durch unseren Vermieter Reidar Eriksen lernten wir dabei die Gegebenheiten vor Ort, wie Boote, Schlachthaus, Grillhaus und Gewässer kennen.
Den ersten Nachmittag versuchten wir ein paar Fische vom Ufer aus zu erwischen. Nach ein paar Versuchen gelang es uns auch das erste Abendbrot zu angeln. Am Sonntagnachmittag beruhigte sich das Wetter und wir sind voller Erwartung auf den Fjord gefahren.
Schnell hatten wir fängige Stellen gefunden und waren überrascht, dass wir in 3h insgesamt 60 Köhler an der Angel hatten.
Als sehr praktisch erwies sich dann das Schlachthaus, wo man nicht im Freien schlachten musste, sondern vor Wind und Wetter geschützt war.
Die nächsten Tage unternahmen wir dann weitere Touren, wobei die Hinweise unseres Vermieters und die vorhandenen GPS-Daten eine große Hilfe waren. Die Natur Norwegen faszinierte uns immer wieder, denn um jede Kurve bot sich ein neues herrliches Landschaftspanorama. Wir hatten das Glück, dass das Wetter sich die restlichen Tage von seiner besten Seite zeigte. Unter Wasser war es genauso abwechslungsreich, das Bodenprofil bot dabei die unterschiedlichsten Angelmöglichkeiten und wir staunten nicht schlecht, was für Strömungen an einigen Stellen im Fjord auftreten können.
Dabei stellten sich auch weitere Angelerfolge ein. Neben Köhler fingen wir dann auch Schellfisch, Dorsch, Rotbarsch, einige schöne große Makrelen sowie einige Seesterne. In unserer Angelwoche lernten wir die umliegenden Fjorde kennen und so legten wir ca. 170 km auf dem Wasser zurück.
Das Camp lag auf einer kleinen Anhöhe über dem Wasser und wir hatten eine schöne Aussicht auf den Fjord und die vorbeifahrenden Schiffe. Hier ist besonders auf das Grillhaus aufmerksam zu machen, welches vorn an der Felskante steht und wo alle um den Grill herum sitzen können und dabei vor Wind und Wetter geschützt.
Am 5. Tag versuchte ich einen Angriff auf Plattfische, während meine Freunde an anderer Stelle waren. Dabei versuchte ich an einigen Stellen mit Naturköder zu angeln, am Grund, über dem Grund und in verschiedenen Wassertiefen. Leider stellte sich kein Erfolg ein (beim nächsten Mal versuche ich es wieder). Umso mehr staunte ich, wie am letzten Tag mein Angelfreund Mario eine schöne 45cm große Scholle auf Pilker fing. Die Hänseleien von Mario und Lutz habe ich heute noch im Ohr.
Eines Abends, als wir wieder in gemütlicher Runde den Tag ausklingen ließen, erfuhren wir von unserem Vermieter Reidar Eriksen, dass zur Zeit Elch – Jagd ist und er schon einige mit verarbeiten musste. Leider war diese Woche schnell zu Ende und so sind wir dann am Sonnabend früh zeitig aufgebrochen und über Trondheim und Oslo nach Hause gefahren. Im Reisegepäck hatten wir dann jeder ein Stück Elch als Kostprobe, über das wir uns sehr gefreut haben. Dank günstiger Fährverbindung sind wir dann am Sonntagmittag nach 2150km wieder gut zu Hause angekommen.
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich für die schöne Angelreise bei der Messegesellschaft TMS, beim Reiseveranstalter DIN-Tour und unserem Vermieter Reidar Eriksen bedanken.
Jens Roch